OLG Stuttgart: Zu geringer Rückkaufwert bei Allianz Lebensversicherungen

 

Das Oberlandesgericht Stuttgart (Az. 2 U 138/10) hat am 18. August 2011 entschieden, dass die von der Allianz Lebensversicherungs-AG im Zeitraum vom 01 Juli 2001 bis Ende 2007 verwendeten Klauseln in den Lebens- und Rentenversicherungsverträgen unwirksam sind. Betroffen waren die Vertragsklauseln zu den Rückkaufwerten, zur Beitragsfreistellung und zum Stornoabzug der Allianz Lebensversicherungs-AG. Das Gericht stellte fest, dass die Klauseln gegen das Transparenzgebot verstoßen

Lebens- und Rentenversicherungen

Von dieser Entscheidung betroffen sind die Lebens- und Rentenversicherungen, die im Zeitraum zwischen 01. Juli 2001 und Ende 2007 abgeschlossen wurden und mittlerweile gekündigt oder beitragsfrei gestellt wurden.

Geltendmachung von Rückforderungen

Ehemalige Versicherte können nunmehr Rückforderungen gegenüber der Allianz geltend machen, die sich aus zu geringen Rückkaufwerten oder einbehaltenen Stornokosten ergeben. Wie hoch diese ausfallen können, ist je nach Einzelfall zu entscheiden. Die Verbraucherzentralen gehen von Zahlungen von bis zu 500,00 €  pro Vertrag aus.

Keine Revision – aber dennoch abwarten

Zwar hat das Oberlandesgericht Stuttgart die Revision nicht zugelassen, dennoch hat die Allianz hiergegen Beschwerde eingelegt. Ferner teilt der Konzern mit, dass er Nachzahlungen erst dann leisten werde, wenn über die Beschwerde abschließend entschieden worden ist.

Wie wir Ihnen helfen:

Wir überprüfen für Sie, ob Rückzahlungsansprüche bzw. Gutschriften oder Neuberechnungen bei Beitragsfreistellungen in Betracht kommen und machen diese gegebenenfalls bei der Allianz geltend.  

Falls Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und  Tat zur Verfügung.

Comments are closed.